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Experten-Befragung: Baufertigstellungen bleiben hinter Wohnungsbedarf zurück

Die Wohnungsbautätigkeit in Deutschland konnte im vergangen Jahr dem Bedarf an neuen Wohnungen noch nicht gerecht werden. In 2011 konnte die Anzahl der Baufertigstellungen in Deutschland die magische Grenze von 200.000 neuen Wohneinheiten nicht erreichen, der Neubaubedarf liegt jedoch deutlich oberhalb dieser Grenze.  Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von LBS Research, das Forschungsinstitut der Landesbausparkassen befragte verschiedene Branchenexperten und Wirtschaftsinstitute zur Entwicklung des Wohnungsmarktes in Deutschland.

Ein Großteil der im Rahmen der LBS-Studie befragten Forschungsinstitute prognostiziert für den Wohnungsmarkt einen wachsenden Bedarf an neu gebauten Wohnungen für die kommenden Jahre. Etwas weniger als jeder Dritte (29 Prozent) der befragten Experten erwartet, dass der jährliche Neubaubedarf etwa bei 225.000 Wohnungen liegt.  Eine deutliche Mehrheit von 59 Prozent prognostiziert hingegen einen wesentlich höheren Bedarf an neuen Wohnungen: bis zu 300.000 Einheiten im Jahr würden bis 2020 benötigt. Laut weiteren 12 Prozent der Befragten werden jährlich sogar mehr als 300.000 Wohneinheiten neu fertig gestellt werden müssen, um dem Bedarf an Wohnungen gerecht werden zu können.

Mehr Single-Haushalte bis 2025

Die Einschätzung der befragten Experten deckt sich mit den Prognosen des Statistischen Bundesamts zu Entwicklung der privaten Haushalte in der Bundesrepublik. So rechnen die Statistiker in Wiesbaden damit, dass die Anzahl der privaten Haushalte in Deutschland bis 2025 aufgrund der demografischen Entwicklung weiter zunehmen wird. So soll der Anteil der Einpersonenhaushalte innerhalb dieses Zeitraums von 40 auf 43 Prozent klettern, der Anteil der Haushalte mit mehr als drei Personen wird hingegen von 26 auf 19 Prozent schrumpfen. Ein weiterer Grund für den wachsenden Bedarf an Wohnungen ist die seit 2011 erstmals wieder positive Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik.

Dass der deutsche Wohnungsmarkt bestrebt ist, dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, zeigt der Aufschwung der Wohnungsbaugenehmigungen im vergangenen Jahr: 228.000 neue Wohnungen wurden 2011  zum Bau genehmigt – das entspricht einem Anstieg von 21,7 Prozent gegenüber 2010. Wenngleich diese Anzahl lediglich das Minimum des prognostizierten Neubaubedarfs abdeckt, sehen Experten hierin ein positives Signal für den Wohnungsmarkt.
Quelle: http://www.immobild.de

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