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Ist Sport in der Schwangerschaft gut für das Baby? Welche Sportarten sind geeignet, welche nicht?

Viele Frauen stellen gleich zu Beginn der Schwangerschaft ihre sportlichen Aktivitäten ein, weil sie denken, dass Sport für ihr Baby schädlich sein könnte …und schließlich brauchen Sie ja nun auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie keinen Sport treiben. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, Sport in der Schwangerschaft ist äußerst gesund und gut für die werdende Mama und auch für ihr ungeborenes Kind, vorausgesetzt natürlich, dass beide gesund sind.
Auch aus ärztlicher Sicht spricht nichts gegen Sport in der Schwangerschaft. Sowohl Ärzte als auch Hebammen befürworten Sport bei schwangeren Frauen. Allerdings sollten es Schwangere nicht übertreiben mit dem Sport und sich nicht zu sehr verausgaben. Des Weiteren sollten die sportlichen Tätigkeiten nicht riskant und zu anstrengend sein. Ein gesundes Maß an Sport während der Schwangerschaft ist optimal, empfohlen wird 2 bis 3 x wöchentlich ca. 20 bis 30 Minuten. Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten Frauen langsam mit dem Sport beginnen. Am besten besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Sportart und wie viel Sport für Sie geeignet sind.

 

Natürlich gibt es auch Ausnahmen und zwar Frauen, bei denen eine Risikoschwangerschaft oder die Gefahr einer Frühgeburt besteht. Ihnen wird in der Regel geraten, keinen Sport zu treiben während der Schwangerschaft. In einer solchen Situation sollten Schwangere unbedingt mit ihrem Frauenarzt abklären, ob überhaupt und was für körperliche Aktivitäten sie ausführen dürfen, ohne dass ein Risiko für sie und ihr Baby besteht.

Sport kann Schwangerschaftsbeschwerden lindern!

Sportliche Aktivitäten können bei einer Schwangeren durchaus zur Linderung von verschiedenen Schwangerschaftsbeschwerden beitragen, denn durch Sport wird Stress abgebaut, er trägt zur Entspannung und seelischen Ausgeglichenheit bei, er fördert die Durchblutung und sorgt somit für eine erhöhte Blutzirkulation zwischen Mutter und Kind,… kurzum, er fördert das allgemeine Wohlbefinden.
Außerdem werden durch Sport und Bewegung Wassereinlagerungen in den Beinen vermindert, das Risiko an Venenstau, Krampfadern und Wadenkrämpfen zu leiden wird verringert, die Körperhaltung wird verbessert und dadurch auch Rückenbeschwerden vorgebeugt, der Stoffwechsel wird angekurbelt, die Verdauung wird angeregt und die Wahrscheinlichkeit an Hämorrhoiden zu erkranken wird geringer.

Geeignete Sportarten für Schwangere

Schwimmen und Wassergymnastik, Radfahren, Walking, kleine und leichte Wanderungen, Tanzen, (im Winter) Skilanglauf, sowie Yoga oder Pilates (stärkt die Muskulatur, besonders Beckenboden, Bauch und Rücken). Leichter Ausdauersport und auch ein flotter Spaziergang sind ok.

Nicht geeignete Sportarten während der Schwangerschaft

Von Sportarten wie beispielsweise Handball, Volleyball, Basketball, Tennis, Tischtennis, etc. raten Ärzte ab, da hier schnelle, abrupte und unvorhersehbare Bewegungen gefordert sind.
Als gefährlich werden Sportarten mit erhöhter Sturzgefahr eingestuft, dazu zählt z.B. Reiten, Skifahren, Schlittschuhlaufen,  Inlineskaten, Skateboard fahren,…
Ganz tabu sind Extremsportarten wie Gleitschirmfliegen bzw. Paragleiten, Fallschirmspringen, Klettern, Wildwasserschwimmen, Tauchen,… und Kampfsportarten wie Karate, Judo, Ringen, Boxen, etc. Darauf sollten schwangere Frauen wirklich ganz verzichten.

Joggen ist umstritten – wenn eine Frau bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig gelaufen ist, kann sie dies auch während der Schwangerschaft, allerdings nicht zu viel. (Am besten mit dem Frauenarzt absprechen!)

Was Schwangere beim Sport beachten müssen!

Damit schwangere Frauen ganz beruhigt sein können, wenn sie Sport treiben, sollten sie sich unbedingt vorab bei ihrem Frauenarzt oder einer Hebamme informieren, welche sportlichen Tätigkeiten in der Schwangerschaft geeignet sind und welche eine schädliche Auswirkung auf Mutter und Kind haben könnten. Wer zum Training ins Fitness Studio geht, kann sich evtl. auch beim Trainer erkundigen, welche Übungen für Schwangere geeignet sind und welche sie besser weg lassen sollten, weil sie schädlich sein könnten.
Egal welchen Sport werdende Mütter machen, sobald es zu anstrengend wird, ihnen unwohl ist oder etwas weh tut, sollten sie unterbrechen oder ganz abbrechen. Zudem sollten sie ihre Übungen dem Stadium der Schwangerschaft anpassen und sich in den letzten Monaten / Wochen immer ausreichend erholen nach dem Sport.
Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass sie immer ausreichend Kohlenhydrate zu sich nehmen und  (evtl. schon während), sonst gleich nach dem Sport genügend trinken, denn durch die körperliche Bewegung und Anstrengung scheidet der Körper Wasser und Mineralien aus, welche für Mutter und Kind sehr wichtig sind und ihm unbedingt wieder zugeführt werden müssen.

Das durch die sportlichen Tätigkeiten entstehende Schaukeln gefällt dem Baby in Mamas Bauch, außerdem soll es die Entwicklung des Ungeborenen fördern. Noch dazu haben Vergleiche gezeigt, dass die Geburten bei sportlich aktiven schwangeren Frauen oftmals schneller und unkomplizierter verlaufen, als bei Schwangeren, die keinen Sport treiben.

Jede schwangere Frau sollte ihr eigenes, individuell auf sie zugeschnittenes und passendes Sportprogramm durchführen. Wie umfangreich der tägliche Sport und die Bewegung sein soll, das sollten Schwangere von ihrer Tagesform, dem Gesundheitszustand und dem Wohlbefinden abhängig machen …und dabei nie übertreiben.
Sport während der Schwangerschaft ist gut, gesund und empfehlenswert, er ist jedoch kein Ersatz für die Schwangerschaftsgymnastik. Diese Geburtsvorbereitung sollten Sie trotzdem in Anspruch nehmen.

Wie heißt es so schön: „Runter vom Sofa und ab in den Wald“!

 

Artikel-Quelle:

http://www.vorname.com/ratgeber/schwangerschaft-geburt/ist-sport-in-der-schwangerschaft-gut-fur-das-baby-welche-sportarten-sind-geeignet-welche-nicht-3328

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